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Wir sind eine Gemeinschaft von über 40 Menschen in Hamburg-Wilhelmsburg, die sich ein selbst bestimmtes Lebensumfeld aufgebaut haben und dieses gemeinsam entwickeln und gestalten. Um dafür eine langfristig sichere Grundlage zu schaffen, haben wir die Häuser Nr. 1 & 3 in der Mokrystraße mithilfe des Mietshäuser Syndikats gekauft und haben somit deren Gestaltung, Verwaltung und Organisation in unseren eigenen Händen.

Gemeinschaftliches Wohnen macht es uns möglich, viele unserer Ideale und Ideen von einem sozialen Miteinander Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Mietshäuser Syndikat

Der GoMokry* e.V. ist gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat Gesellschafter einer GmbH, der das Haus gehört. Durch die Beteiligung des Syndikats ist der Verkauf des Hauses zum finanziellen Vorteil einzelner sicher ausgeschlossen. Damit leistet unser Projekt einen Beitrag zu Eigentumsneutralisierung auf dem Wohnungsmarkt.

Hierdurch ergeben sich folgende Vorteile für alle Beteiligten:

  • Garantie für Bewohner*innen über Jahrzehnte gesicherte, niedrige Mieten
  • Vernetzung und Austausch mit fast 200 erfolgreichen Projekten und über 30 Projektinitiativen
  • Unterstützung und Beratung auf Basis 30-jähriger Erfahrung sowie Kontrolle unserer Finanzplanung
  • Solidarität zwischen den Projekten, auch in finanzieller Hinsicht
  • Sicherstellung, dass das Haus nicht wieder als Spekulationsobjekt auf den Markt gelangen kann

Finanzierungskonzept

Unsere Finanzierung stützt sich auf folgende Bausteine, die sich bei Projekten im Mietshäuser Syndikat bewährt haben:

  • Direktkredite von Menschen, die uns unterstützen wollen, als mittel- bis langfristige Anlagemöglichkeit, mit bis zu 1,5 % Zinsen ab 500 €
  • Eigenmittel
  • Leihgemeinschaften ab 10 € im Monat pro Person
  • Bankdarlehen

Die Tilgung der gesamten Kreditsumme erfolgt über unsere Mieteinnahmen. Unser Finanzierungsplan wurde durch das Mietshäuser Syndikat sowie die GLS-Bank intensiv geprüft.

Du möchtest mehr über Direktkredite erfahren oder kannst dir vielleicht sogar vorstellen, uns mit einem Direktkredit zu untersützen?

FAQ

Warum wollt ihr kein Eigentum an den Häusern haben?

Leider gab es in der Geschichte selbst verwalteter Hausprojekte immer wieder Fälle, in denen eine Gruppe sich mit viel Arbeit, Zeit und Geld ein Projekt aufgebaut hat und das Haus dann Jahre später – sei es durch Streit, nachlassendes Interesse oder veränderte Lebensumstände der Beteiligten – von einigen Wenigen oder gar Einzelpersonen zu oft deutlich gestiegenen Preisen wieder verkauft wurde. Für das Ziel, das Projekt auf eine nachhaltige Basis zu stellen und den jeweiligen Bewohner*innen ein dauerhaft günstiges Mietniveau zu ermöglichen, wäre es daher eher ein Risikofaktor wenn das Eigentum ausschließlich beim Hausverein liegen würde. Deshalb wollen wir die strukturelle Trennung von Hausbesitz GmbH mit Beteiligung des Mietshäuser Syndikats von den aktuellen Bewohner*innen in der Rechtsform unserer Trägergesellschaft verankern.

Könnt ihr die Häuser wieder verkaufen wenn sich das finanziell lohnen sollte?

Nein. Zum Syndikatsmodell gehört eine Minderheitsbeteiligung des Mietshäuser Syndikats mit einem Vetorecht gegen den Verkauf des Hauses ebenso wie gegen eine Umnutzung die keinen Projektcharakter mehr hätte. Dies ist aber kein Nachteil, sondern die Garantie dafür, dass das Projekt auch dann bestehen bleibt wenn eine ökonomisch lukrativere Verwertung der Gebäude als Privateigentum möglich wäre.

Können einzelne Leute aus dem Projekt auch wieder ausziehen?

Ja. Natürlich ist es immer schade wenn sich Leute entschließen die Gruppe zu verlassen, aber das Projekt GoMokry* ist auf Dauer angelegt und die Ziele, Wünsche und Perspektiven einzelner Leute ändern sich. Manchmal können diese in das Projekt einfließen und es verändern, manchmal nicht. Deshalb bekommen alle Bewohner*innen einen eigenen Mietvertrag. Das bedeutet nicht nur, dass wir alle selbstverständlich den gesetzlich verankerten Mieterschutz genießen, sondern auch dass Leute ausziehen und andere neu einziehen können.

Warum arbeitet ihr mit dem Mietshäuser Syndikat zusammen?

Das Mietshäuser Syndikat unterstützt schon seit Jahrzehnten erfolgreich die Planung und Realisierung von Wohnprojekten im ganzen Bundesgebiet. Auf diese Weise konnten wir gerade während der oft komplexen Startphase des Projekts auf viel Know-How und Unterstützung zurückgreifen. Außerdem sorgt die rechtliche Struktur des Syndikatsmodells für eine dauerhafte Absicherung des Projekts gegen eine Re-Privatisierung.

Was passiert wenn Leute im Projekt ihre Miete nicht bezahlen können?

Um das Projekt gegen ausfallende Mietzahlungen abzusichern haben wir zwei Möglichkeiten vorgesehen. Zum Einen legen wir in unserer Finanzplanung ein Mietausfallwagnis von 3% zugrunde. Dies ist eine Größe die eher großzügig an den Gegebenheiten des kommerziellen Immobiliensektors orientiert ist, oft wird dort von nur 2% ausgegangen. Diese 3% der Kaltmieten fließen in einen Puffer mit dem ausbleibende Mieten ausgeglichen werden können. Daneben kommt hier zum Tragen, dass ein Hausprojekt gerade dadurch zu einem Projekt wird, dass wir uns als solidarisch Gemeinschaft verstehen. Dies heißt auch konkrete Unterstützung bei finanziellen Engpässen Einzelner durch Quer- oder Zwischenfinanzierung durch die Gruppe. Wir sehen Wohnraum als Grundrecht und wollen niemanden aus finanziellen Gründen auf die Straße setzen!

Was ist wenn sich die Gruppe zerstreitet?

Die Erfahrungen anderer Hausprojekte zeigen, dass Streit in der Gruppe tatsächlich eines der größten Risiken darstellt.

Grundsätzlich treffen wir Entscheidungen in der Gruppe im Einvernehmen. Das bedeutet, dass Themen so lange behandelt werden bis ein (wenigstens minimaler) Konsens erreicht ist. Dies benötigt neben der Lösungsorientierung aller Beteiligten manchmal auch einen ganz schön langen Atem.

Wenn sich für einen Streit überhaupt keine Lösung finden sollte, besteht – als ultima ratio – die Möglichkeit, dass sich einzelne Bewohner*innen entscheiden können, das Projekt zu verlassen, weil sie jeweils mit der Hausbesitz GmbH einen individuellen Mietvertrag haben, den sie notfalls auch kündigen können.

Wie lebt es sich in der Mokry?

In der Mokry kommen viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen. Deswegen gibt es auch ganz unterschiedliche Wohnformen. Neben eher klassischen WG-Konstellationen gibt es auch Wohnungen für Einzelpersonen und kleine Familien. Außerdem gibt es ein Stockwerk nur für FLINTA*s (Frauen, Lesben, Inter, Nicht-binäre, Trans und Agender Menschen und * alle Personen, die sich unter den genannten Begriffen nicht wiederfinden und nicht cis-männlich sind) und eine funktionale WG, in der die Zimmer nicht einzelnen Personen, sondern eben bestimmten Funktionen zugeordnet sind.

Wir verstehen uns als eine große Gemeinschaft. Deshalb kann es auch immer wieder dazu kommen, dass die veränderten Lebensumstände oder Bedürfnisse Einzelner dazu führen, dass das ganze Haus in Bewegung gerät und wir die Wohneinheiten umstrukturieren müssen.

Pressespiegel & Weiterführendes

Mietshäusersyndikat gegen steigende Mieten
NDR Mediathek | 19. Februar 2019 – ein Radiobeitrag über das MHS mit GoMokry*

Perspektive: Mietshäusersyndikat gegen steigende Mieten
NDR Info (facebook) | 19. Februar 2019 – ein Erklärvideo über das MHS mit GoMokry*

Decommodification of housing (english)
Blog ‚Diversify now‘ (Copenhagen, Denmark) | 17. September 2018

Hohe Mieten? Diese jungen Leute bauen in Hamburg ein Haus – ohne Geld 
bento | 15. Juni 2018 – die Hausprojektgruppe Rialto wurde von dem Magazin bento interviewt

Ein Haus, 40 Eigentümer – ein Jahr Wohnprojekt GoMokry*
Szene Hamburg | Oktober 2017

Hausprojekt in Wilhelmsburg: „GoMokry*“ – Hamburg immer anders!
TIDE TV | 01. Dezember 2016

Kaufen ohne Kapital
taz | 23. Juli 2016

Investor mit Herz
Hinz&Kunzt | 23. Dezember 2015

Kaufen und sanieren für eine Baugemeinschaft
Hamburger Abendblatt | 31. Januar 2015

Baugemeinschaften – Die netten Gentrifizierer von nebenan
Deutschlandfunk Kultur | 19. Januar 2015
Hier werden verschiedene Projekte in Hamburg und Berlin dargestellt. GoMokry* taucht relativ am Ende unter der Überschrift Nische für selbstbestimmtes Wohnen auf. Viel Spaß beim Hören!

Vernetzung

Mietshäuser Syndikat

DAW – Dachverband autonomer Hausprojekte in Hamburg

Likedeelerei
Syndikat für solidarisches Wohnen in Hamburg

Eschenhof 
Hausprojekt in Hamburg

Gängeviertel
Selbstverwaltete Genossenschaft & Kulturort in Hamburg

Rialto Hausprojekt 
unser Schwesterprojekt direkt nebenan

Scharni38 
Hausprojekt in Berlin

Recht auf Stadt
Netzwerk Hamburg

Infoladen Wilhelmsburg 
Initiative für ein soziales Wilhelmsburg e. V.

Wilhelmsburg Solidarisch
Nachbarschaftshilfe in Wilhelmsburg

Sauerkrautfabrik 
Selbstverwaltetes Zentrum in Hamburg-Harburg

Honigfabrik 
Stadtteilkultur für Wilhelmsburg


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We are a community of over 40 people in Hamburg-Wilhelmsburg who have built up a self-determined living environment and are developing and shaping it together. In order to create a secure long-term basis for this, we have purchased houses no. 1 & 3 in Mokrystrasse with the help of the Mietshäuser Syndikat and therefore have their design, management and organisation in our own hands.

Communal living makes it possible for us to realise many of our ideals and ideas of social interaction.

The „Mietshäuser Syndikat“

Together with the Mietshäuser Syndikat, GoMokry* e.V. is a shareholder in a limited company that owns the building. The syndicate’s involvement ensures that the building cannot be sold for the financial benefit of individuals. Our project thus makes a contribution to property neutralisation on the housing market.

This results in the following advantages for all parties involved:

  • Guaranteed low rents for residents over decades
  • Networking and exchange with almost 200 successful projects and over 30 project initiatives
  • Support and advice based on 30 years of experience and control of our financial planning
  • Solidarity between the projects, also in financial terms
  • Ensuring that the building cannot be put back on the market as an object of speculation

Financial concept

Our financing is based on the following building blocks, which have proven their worth in projects in the Tenement Syndicate:

  • Direct loans from people who want to support us as a medium to long-term investment opportunity, with up to 1.5% interest from €500
  • Own funds
  • Loan communities from €10 per month per person
  • Bank loans

The entire loan amount is repaid via our rental income. Our financing plan has been approved by the rentalhäuser Syndikat sowie die GLS-Bank intensiv geprüft.

Would you like to find out more about direct loans or can you perhaps even imagine supporting us with a direct loan?

FAQ

Why don’t you want ownership of the houses?

Unfortunately, in the history of self-managed housing projects, there have always been cases in which a group has put a lot of work, time and money into building a project and then years later – whether due to a dispute, declining interest or a change in the circumstances of those involved – the house was sold again by a few people or even individuals, often at significantly higher prices. It would therefore be more of a risk factor for the goal of putting the project on a sustainable footing and providing the respective residents with a permanently favourable rent level if ownership were to remain exclusively with the housing association. We therefore want to anchor the structural separation of House Ownership GmbH with the participation of the Mietshäuser Syndikat from the current residents in the legal form of our sponsoring company.

Can you sell the houses again if it is financially worthwhile?

No. The syndicate model includes a minority holding by the Mietshäuser Syndikat with a right of veto against the sale of the building as well as against a conversion that would no longer have the character of a project. However, this is not a disadvantage, but a guarantee that the project will continue to exist even if a more economically lucrative utilisation of the buildings as private property would be possible.

Can individual people move out of the project again?

Yes, of course it’s always a shame when people decide to leave the group, but the GoMokry* project is set up for the long term and the goals, wishes and perspectives of individual people change. Sometimes these can flow into the project and change it, sometimes not. That’s why all residents have their own tenancy agreement. This not only means that we all enjoy statutory tenant protection, but also that people can move out and others can move in.

Why are you working with the Mietshäuser Syndikat?

The Mietshäuser Syndikat has been successfully supporting the planning and realisation of residential projects throughout Germany for decades. This has enabled us to draw on a great deal of expertise and support, particularly during the often complex start-up phase of the project. In addition, the legal structure of the syndicate model ensures that the project is permanently protected against re-privatisation.

What happens when people in the project can’t pay their rent?

We have provided two options to protect the project against rental payment defaults. On the one hand, we have based our financial planning on a rent default risk of 3%. This is a figure that is rather generously based on the situation in the commercial property sector, where often only 2% is assumed. This 3% of the basic rent flows into a buffer that can be used to compensate for unpaid rent. In addition, the fact that a house project becomes a project precisely because we see ourselves as a community of solidarity also comes into play here. This also means concrete support in the event of financial bottlenecks for individuals through cross-financing or interim financing by the group. We see housing as a basic right and do not want to put anyone out on the street for financial reasons!

What happens if the group falls out?

The experience of other house projects shows that disputes within the group are actually one of the biggest risks.

In principle, we make decisions in the group by mutual agreement. This means that topics are discussed until an (at least minimal) consensus is reached. In addition to the solution-orientation of all those involved, this sometimes also requires a great deal of patience.

If no solution at all can be found to a dispute, there is – as a last resort – the possibility that individual residents can decide to leave the project because they each have an individual tenancy agreement with Hausbesitz GmbH, which they can also terminate if necessary.

What is living in Mokry like?

Many different people with different needs come together at Mokry. That’s why there are so many different types of accommodation. In addition to more traditional shared flats, there are also flats for single people and small families. There is also a floor just for FLINTA*s (female, lesbians, inter, non-binary, trans and a-gender people and * everybody who does not feel represented within those categories but doesn’t define as cis-male) and a functional shared flat in which the rooms are not assigned to individual people but to specific functions.

We see ourselves as a large community. This is why it can always happen that changes in life circumstances or the needs of individuals lead to the whole house changing and we have to reorganise the residential units.

Press review & further reading

Mietshäusersyndikat gegen steigende Mieten
NDR Mediathek | 19 Februar 2019 – a German radio segment about MHS with GoMokry*

Perspektive: Mietshäusersyndikat gegen steigende Mieten
NDR Info (facebook) | 19 Februar 2019 – a German video explaing MHS with GoMokry*

Decommodification of housing (english)
Blog ‚Diversify now‘ (Copenhagen, Denmark) | 17 September 2018

Hohe Mieten? Diese jungen Leute bauen in Hamburg ein Haus – ohne Geld 
bento | 15 Juni 2018 – the house project group Rialto was interviewed by the magazine bento (German)

Ein Haus, 40 Eigentümer – ein Jahr Wohnprojekt GoMokry*
Szene Hamburg | Oktober 2017

Hausprojekt in Wilhelmsburg: „GoMokry*“ – Hamburg immer anders!
TIDE TV | 01 Dezember 2016

Cesión de uso: gotas en el desierto inmobiliario (spanish)
Instituto DM (para la Democracia y el Municipalismo) + Diagonal Periodico  | 03 November 2016

Kaufen ohne Kapital
taz | 23 Juli 2016

Investor mit Herz
Hinz&Kunzt | 23 Dezember 2015

Kaufen und sanieren für eine Baugemeinschaft
Hamburger Abendblatt | 31 Januar 2015

Baugemeinschaften – Die netten Gentrifizierer von nebenan
Deutschlandfunk Kultur | 19 Januar 2015
Various projects in Hamburg and Berlin are presented here. GoMokry* appears near the end under the heading Niche for self-determined living. Have fun listening!

Vernetzung

Mietshäuser Syndikat

DAW – Dachverband autonomer Hausprojekte in Hamburg

Likedeelerei
Syndicate for solidarity-based living in Hamburg

Eschenhof 
House project in Hamburg

Gängeviertel
Self-managed co-operative & cultural venue in Hamburg

Rialto Hausprojekt 
our sister project next doof

Scharni38 
House project in Berlin

Recht auf Stadt
Network Hamburg

Infoladen Wilhelmsburg 
Initiative for a social Wilhelmsburg e. V.

Wilhelmsburg Solidarisch
Neighbourhood help in Wilhelmsburg

Sauerkrautfabrik 
Self-managed space in Hamburg-Harburg

Honigfabrik 
District culture for Wilhelmsburg


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